Gibt es U-Bahn-Tunnel oder Bahnsteige in Steilshoop? – Auf der Suche nach der Wahrheit

„Ich war schon mal in dem Tunnel!“ war zu meiner Unterstufen-Schulzeit eine beliebte Angeberei auf dem Schulhof der Gesamtschule Steilshoop. Bis vor Kurzem hielt ich das für ein urbanes „Kühe schubsen„.

Die Gerüchte, die ich im Laufe der Jahrzehnte von verschiedenen Steilshoopern hörte, schienen sich immer mehr zu verselbständigen und immer abenteuerliche Ausmaße anzunehmen.

Als ich neulich im Internet auf die Suche nach Antworten ging und auf ein Fanforum für verlassene Bahnhöfe stieß, las ich dort einen Beitrag eines Forum-Teilnehmers, der behauptete, dass seine Mutter im steilshooper Untergrund gearbeitet und er sie dort sogar mal besucht hätte; somit sei die Existenz des Tunnels bewiesen. Mir wurde klar, dass es höchste Zeit ist, endlich verbindliche Antworten einzuholen und diese der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Wolf-Dieter Scheurell, langjähriger steilshooper Bürgerschaftsabgeordneter, vermachte mir ein umfangreiches Archiv über gefühlte „100 Jahre U-Bahn in Steilshoop“ mit vielen Zeitungsartikeln, Bundeswegeplänen, Korrespondenzen mit diversen Parteivorsitzenden und Hamburger Bürgermeistern. Nur leider befinden sich darin keine Informationen über konkrete Bautätigkeiten.

Inzwischen weiß ich aus zuverlässiger Quelle, dass es „irgendetwas“ gibt, also mindestens ein begehbares Loch irgendwo unterhalb des Einkaufszentrums bzw. der Kirche.

Gemeinsam mit weiteren Interessierten formuliere ich gerade eine Große Anfrage an die Verwaltung. Die Antwort werde ich hier veröffentlichen.

15 Kommentar(e) auf “Gibt es U-Bahn-Tunnel oder Bahnsteige in Steilshoop? – Auf der Suche nach der Wahrheit”

  1. Hallo 🙂

    Gibt es bereits einen Fortschritt, oder neue Erkenntnisse?

    Beste Grüße

  2. Leider nicht. Laut §24 des Bezirksverwaltungsgesetzes hat die Verwaltung einen Monat für die Antwort Zeit. Die Verwaltung hat die Anfrage am 17.02. erhalten; es sind also noch ein paar Tage Zeit (wenn man noch einen kleinen „Schwierigkeitsbonus“ hinzurechnet). Aber ewig werde ich nicht mehr warten.

  3. Hallo Herr Heeder,
    wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse !
    Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden.
    Danke und Gruß

  4. Ich muss mich korrigieren:

    Da nicht nur das Bezirksamt gefragt wird sondern auch die zuständige Fachbehörde, beträgt die Antwortfrist 6 Wochen.
    Das wäre ja eine tolle Überraschung, wenn die Antwort morgen als Tischvorlage auf der Sitzung der Bezirksversammlung vorläge. 🙂

  5. Heute ist die wenig befriedigende Antwort eingetrudelt. Ich habe einen neuen Artikel dazu verfasst.

  6. Hallo,
    Herr Heeder,
    haben Sie schon mal daran gedacht, das weder die BSU, die HHA, die Saga oder die GWG mit diesen Gebäude zu tun hat? Holen sie sich mal Infos über den U-Bahn-Fehlbau in Mümmelmannsberg ein (könnte hilfreich sein).
    Lieber Gruß,
    stegerosch

  7. Hallo Herr Schwebs,

    wen genau die Verwaltung bei der Beantwortung einer solchen Anfrage zu Rate zieht, entscheidet sie selbst (in diesem Fall die BSU, HHA und SAGA/GWG). Der Gedanke, dass die Verwaltung sich einfach die falschen Ansprechparter gesucht hat, ist mir auch schon gekommen.
    Die Antwort wurde heute übrigens interessiert an unserem SPD-Infostand in Steilshoop diskutiert. Ich habe schon eine Menge Anregungen für weiteres Nachhaken sammeln können.

    Gruß

    Carsten Heeder

  8. Hallo Herr Heeder,
    „schön“, das „Politik“ immer in der Lage ist sich eine „Hintertür“ frei zuhalten.
    So, nun mal weg vom Sakassmus.
    Am 03.06.1969 stimmte auch die CDU auf Druck der SPD dem Bebauungsplan(welcher bis heute aktuell ist) zu.
    Nun Frage ich mich, wie es möglich gewesen sein soll den Bahnhof(1971) nicht zu bauen, da die „Finanzkrise“
    doch erst mitte 1974 „ausgerufen“ wurde.
    Ich möchte auch nochmal betonen, das der Bau des CCS(1974) recht wenig mit dem U-Bahnhof zu tun hat und dessen Fundamente auf jeden Fall ausreichend bemessen sind.
    Lieber Gruß,
    stegerosch

  9. Um meinerseits etwas zur U-Bahn Steilo beizutragen, möchte ich sagen das ich auch schon sehr viel von jung und alt darüber gehört habe. Fakt ist aber das selbst wenn es dort etwas gibt die zuständigen Behörden alles dementieren würden, da diese bestimmt nicht möchten das auf einmal zig1000 leute in soeinem nicht überwachten Bauwerk umher irren.
    Vieleicht haben aber auch die Freimaurer oder die Illuminati mit dieser U-Bahn zutun; Oder Adolf Hitler höchst persönlich hält sich dort unten seit 65 jahren versteckt. Solange ich keine Fotos sehe oder selbst dort unten gewesen bin glaube ich alles und nichts.
    Viel erfolg weiterhin….

  10. Axel: Das ist nur am 1. April interessant (siehe Dateinamen „Protokoll_Stadtteilbeirat_Steilshoop_01_04_09.pdf“).

  11. […] lebe seit 1985 in Steilshoop. Als ich dorthin zog, kursierten auf dem Schulhof Mythen über einen möglichen U-Bahn-Tunnel. Die U-Bahn – ein Versprechen, welches dem Stadtteil von verschiedenen Senaten und Parteien […]

  12. meine ungesicherten Informationen lauten, dass es unter dem Einkaufszentrum eine Bauvorleistung geben soll, die zu einem Späteren Zeitpunkt zum Bau einer Haltestelle geeignet wäre. Eine weiter reichende Bauvorleistung dürfte es nicht gebe, da es damals nur die Absicht einer U-Bahn nach Steilshoop gab aber noch keine abschließende Planung.
    Bauvorleistung könnte sein, dass das Fundament des Einkaufszentrums entsprechend den Belastungen einer eventuellen U-Bahntrasse ausgelegt wurde. Man sprach damals davon, dass es sich um die Tiefgarage handeln soll . Wie gesagt ungesicherte Information.

  13. Die Anbindung in City Nord besteht doch auch ..??? Wer kneift da denn ??

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